Mülheim, 12.07.04 - Auf eine Zeitungsmeldung hin treffen sich etliche Mülheimer Bürgerinnen und Bürger, um einen Förderverein für die Stadtteilbibliothek zu gründen. Es gab und gibt immer wieder Versuche der Politik, an den freiwilligen Leistungen der Stadt zu sparen, um den Haushalt zu sanieren. Leider gehört der Betrieb der Stadtteilbibliotheken dazu.
Die hier versammelten Personen sind aber nicht der Meinung, daß die Stadtteilbibliothek Mülheim zur Disposition stehen darf. Zu groß ist der Bedarf in der Bevölkerung, zu groß die Zahl der täglichen Besucher. So nutzen neben der normalen Entleihe viele Schüler, die zuhause nicht in Ruhe arbeiten können, die Räumlichkeiten, um gemeinsam Hausaufgaben zu machen. Ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuer stehen ihnen dabei zur Seite. Es soll nicht Aufgabe des Fördervereins sein, sich in die Arbeit der Bibliothek einzumischen. In die Bestands- und Personalplanung wird nicht hineingeredet. Aber die Stadtteilbibliothek mit Aktionen zu unterstützen und in der Öffentlichkeit für sie zu werben, darin sieht der Verein seine wichtigste Aufgabe.
Eine Liste der Gründungsmitglieder wird angefertigt, ein Vorstand stellt sich zur Wahl, der Verein wird gegründet. Seine ersten Vorhaben werden die Organisation von Lesungen, Hausaufgabenbetreuung, Bücherflohmärkten und die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit drumherum sein. Der Kölner Wochenspiegel berichtet auf seiner Titelseite über die Gründung des Fördervereins (Foto oben). Jetzt sind wir auch in der Presse "angekommen" und die eigentliche Arbeit kann beginnen. (Bild v. Czarnowski)